Salesianer-Fest im Projekt

Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.

(Giovanni Don Bosco)

 

Heute gab es in meinem Projekt ein Fest zu Gunsten von Pater Ivano Zanovello. Es war sein neunter Todestag, doch wir feierten ihn als Mensch und sein Engagement für die Strassenkinder Ecuadors. Pater Ivano Zanovello war ein wichtiger Träger des Programmes „Chicos de la calle“ und gründete 1998 die Fussballschule G.o.l.a.s.o für Strassenkinder in Quito. Der Pater war mir schon vor dem Fest ein Begriff, denn im Aufnahmezentrum, wo ich arbeite, hängen grosse Banner an den Wänden mit Fotos von ihm.

Am Morgen wurden auf dem Teerplatz vor meinem Projekt eine Bühne, Lautsprecher und Stühle aufgebaut. Es reisten Kinder, Erzieher und Volunteers von allen „Chicos de la calle“-Projekten in ganz Ecuador an. So auch meine Schweizer Kollegin Rabea aus dem Aufnahmezentrum in Ambato, Xenia und Jakob aus der Strassenkinder-Schule, sowie Luisa und Tobias aus G.o.l.a.s.o.

 

Pater Paco, der aktuelle Pater, hielt eine Rede und danach gab es für die Kinder ein Quizspiel mit Fragen zum Leben von Pater Ivano Zanovello. Dieses wurde immer wieder durch Showeinlagen und Tanzvorführungen von Kindern der verschiedenen Projekte unterbrochen. Es war sehr süss, weil die Kleinen zum Teil traditionelle Kleider trugen.

Als die Veranstaltung zu Ende war, gingen wir alle gemeinsam in die Kirche nebenan, um einen Gottesdienst zu feiern. Es war richtig schön, obwohl ich selbst nicht gläubig bin. Die Kirche war voll mit Kindern, Erziehern und Volunteers und Pater Paco brachte uns einmal mehr die Ideologie Don Boscos nahe. Manchmal wünsche ich mir, dass in den Projekten mehr Salesianer arbeiten würden. Mittlerweile sind die meisten Mitarbeiter vom Staat angestellt und leben die Ideologie gar nicht mehr. Umso schöner finde ich es, wenn es solche Veranstaltungen wie diese gibt und ich die Idee hinter dem ganzen Projekt spüre.

 

Die Salesianer haben auch ein eigenes Lied, das wir jeweils singen. Es ist das folgende:

 

Nach dem Gottesdienst bekamen wir noch alle etwas zu essen und dann ging ich mit meinem Mitarbeiter Jairo und anderen Volunteers in die wohl besten Konditorei Quitos, um eine heisse Schokolade zu trinken. Es war ein sehr schöner Nachmittag!

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